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Legasthenie oder LRS? Alles das Gleiche, oder!?

Bestimmt kennst du das: Du sitzt mit deinem Kind bei den Hausaufgaben, und das Lesen oder Schreiben will einfach nicht klappen. Buchstaben werden verdreht, Wörter weggelassen und der Frust auf beiden Seiten wächst. Wenn Eltern merken, dass ihr Kind hier dauerhaft kämpft, fallen schnell zwei Begriffe: LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) und Legasthenie.


Viele werfen diese beiden Begriffe in einen Topf – selbst in der Schule wird oft pauschal von „LRS“ gesprochen. Doch das ist ein Trugschluss. Legasthenie und LRS sind keineswegs dasselbe. Und warum ist das so wichtig? Weil der Unterschied darüber entscheidet, welche Unterstützung dein Kind wirklich braucht.

In diesem Artikel (und im Video unten) erfährst du genau, worin sich die beiden Phänomene unterscheiden und wie du Klarheit für dein Kind schaffst.


LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche): Die erworbenen Stolpersteine


Unter einer LRS versteht man eine Schwäche im Lesen und Schreiben, die im Laufe des Lebens erworben wurde. Sie ist nicht angeboren, sondern entsteht durch äußere Umstände.


Typische Ursachen für eine LRS können sein:

  • Längere Fehlzeiten in der Schule (z. B. durch Krankheit).

  • Häufiger Lehrerwechsel oder Unterrichtsausfall.

  • Fehlende Übung oder eine didaktisch nicht passende Förderung.

  • Belastende Lebensphasen wie Stress zu Hause, die Trennung der Eltern oder der Verlust eines Familienangehörigen.

Die gute Nachricht bei LRS: Da die Ursachen im Außen liegen, lassen sich die Rückstände mit der richtigen, gezielten Unterstützung in den allermeisten Fällen wieder vollständig aufholen.

Legasthenie: Die unsichtbare Buchstabenmauer


Eine Legasthenie hingegen ist etwas völlig anderes: Sie ist angeboren und dauerhaft. Es handelt sich um eine biogenetisch bedingte Störung der Informationsverarbeitung im Gehirn, die speziell die Schriftsprache betrifft.


Das Wichtigste vorweg: Legasthenie hat absolut nichts mit mangelnder Intelligenz oder Faulheit zu tun. Betroffene Kinder haben eine normale oder oft sogar überdurchschnittliche Intelligenz. Sie geben beim Lernen meistens sogar besonders viel Gas – und sind umso frustrierter, wenn der Erfolg ausbleibt.


Typische Merkmale bei Legasthenie:


  • Ständiges Verwechseln von optisch ähnlichen Buchstaben (wie b/d oder p/q) oder Richtungen (m/w).

  • Auslassen von Buchstaben oder ganzen Wörtern beim Lesen und Schreiben.

  • Ein deutlich verlangsamtes Lesetempo, da die Verknüpfung von Laut und Buchstabe im Gehirn anders verarbeitet wird.


Da eine Legasthenie genetisch verankert ist, verschwindet sie nicht einfach durch „mehr Üben“. Sie benötigt eine spezielle, langfristige Förderung und therapeutische Begleitung.


Die Metapher: Stolpersteine vs. Buchstabenmauer


Um den Unterschied im Alltag besser zu verstehen, hilft ein Bild:


  • Ein Kind mit LRS stolpert über ein paar Steine auf seinem Weg. Mit etwas Hilfe und gezieltem Training räumen wir die Steine beiseite, und das Kind läuft bald wieder sicher und im gleichen Tempo wie die anderen.

  • Ein Kind mit Legasthenie steht dagegen vor einer Mauer aus Buchstaben. Einfach nur „schneller laufen“ hilft hier nicht. Dieses Kind braucht Strategien, Werkzeuge und manchmal ganz neue, kreative Wege, um diese Mauer Stück für Stück zu überwinden.


Warum das Pauschalwort „LRS“ in Schulen ein Problem ist


Vielleicht hast auch du von Lehrkräften schon gehört: „Das Kind hat wohl eine LRS.“ Das Problem ist, dass in der Schule oft alles unter diesem Begriff zusammengefasst wird.

Das führt bei Eltern zu falschen Erwartungen. Man denkt: „Wir müssen einfach nur mehr üben, dann wird das schon.“Handelt es sich aber um eine Legasthenie, führt reiner Druck zu totaler Überforderung und Schulangst. Statistisch sitzen in jeder Schulklasse mindestens ein bis zwei betroffene Kinder. Es ist also kein seltenes Phänomen – umso wichtiger ist der genaue Blick darauf.


So schaffst du endlich Klarheit für dein Kind


Du musst nicht im Dunkeln tappen und rätseln, was hinter den Problemen deines Kindes steckt. Gewissheit bringt beispielsweise der AFS-Test.


Für eine Investition von 120 € führen wir ein fundiertes Testverfahren durch. Du erhältst bei Bedarf ein offizielles Gutachten und – was noch viel wichtiger ist – endlich die absolute Klarheit darüber, ob dein Kind eine LRS oder eine Legasthenie hat. Erst mit diesem Wissen können wir den perfekten Förderplan erstellen.


Schau dir das Thema hier im Video an:



Wie geht es weiter?


Möchtest du tiefer in das Thema eintauchen und verstehen, warum diese Verwirrung zwischen LRS und Legasthenie überhaupt so tief sitzt? Und wie du dein Kind im Alltag mental und praktisch am besten unterstützen kannst?

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